Innere Medizin

In der Medizin gibt es sehr viele verschiedene Fachrichtungen. So zum Beispiel die HNO Heilkunde (Hals-Nasen-Ohren), die Urologie (Erkrankungen der Harnwege), die Gynäkologie (Frauenheilkunde) und die Pädiatrie (Kinderheilkunde). Außer diesen bereits genannten Fachbereichen gibt es noch viele weitere. Eine davon ist die Innere Medizin.

Was ist die Innere Medizin?

Die innere Medizin als Fachgebiet beschäftigt sich mit allen Erkrankungen der inneren Organe. Dazu gehören Herz- und Lungenerkrankungen, Krankheiten von Leber, Gallenblase und Magen, Erkrankungen des Blutes und Stoffwechselerkrankungen wie z.B. die Zuckerkrankheit Diabetes Mellitus. Da das Fachgebiet sehr umfangreich ist, spezialisieren sich die meisten Internisten nach ihrer Facharztausbildung auf einen oder zwei bestimmte Bereiche. Viele Internisten arbeiten auch als niedergelassene Ärzte in einer eigenen Praxis oder in einer Gemeinschaftspraxis und führen dort Untersuchungen und kleinere ambulante Operationen durch, die sonst einen Krankenhausaufenthalt erfordern würden.

Fachrichtungen der Inneren Medizin sind unter anderem:

Die Endokrinologie

Ein sehr großes Gebiet der Inneren Medizin ist die sogenannte Endokrinologie. In der endokrinologischen Medizin werden alle Krankheiten und Störungen der menschlichen Hormondrüsen (Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse, Nebenniere) analysiert, diagnostiziert und behandelt. Dazu gehören beispielsweise Erkrankungen der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse), Schilddrüsenerkrankungen wie die Hashimoto Thyreoiditis bei der es sich um eine entzündliche Autoimmunerkrankung der Schilddrüse handelt, die langfristig in einer Schilddrüsenunterfunktion endet. Aber auch Erkrankungen der Nebennieren wie der chronische Cortisolmangel – auch unter dem Namen Morbus Addison bekannt – Störungen der männlichen und weiblichen Hormone gehören zu diesem Fachgebiet. Das Hormonsystem des Menschen ist sehr komplex und die einzelnen Hormone eng miteinander verknüpft, daher sind endokrinologische Untersuchungen immer sehr umfangreich und erfordern viel medizinische Erfahrung.

Die Kardiologie

Zum Bereich der Kardiologie gehören alle Erkrankungen des Herzens. Darunter fallen Erkrankungen der Herzklappen, verschiedene Kreislaufstörungen wie Hypotonie (niedriger Blutdruck) oder Hypertonie (Bluthochdruck), Erkrankungen der Herzkranzgefäße und angeborene Herzfehler. Mittels verschiedener Untersuchungen wie Blutdruck- und Pulsfrequenzmessung, EKG, Herzultraschall oder Herzkatheter werden diese Krankheiten diagnostiziert und behandelt.

Die Gastroenterologie

Bei diesem Teil der Inneren Medizin handelt es sich um alle Erkrankungen des Magen-Darmtraktes. Hierunter fallen Krankheiten wie Magengeschwüre, Gastritis (Magenschleimhautentzündung), chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und viele weitere Störungen des menschlichen Verdauungssystems. Per Magen-oder Darmspiegelung werden Krankheiten dieser Art beim Gastroenterologen untersucht und festgestellt.

Wie finde ich den richtigen Internisten?

In der internistischen Medizin kommt es, wie bei vielen anderen medizinischen Disziplinen auch, darauf an, dass die Ärzte verschiedener Fachdisziplinen gut miteinander zusammen arbeiten. Viele innere Erkrankungen führen zu weiteren gesundheitlichen Problemen. So sollte zum Beispiel ein Kardiologe bei Herzrhythmusstörungen, insbesondere bei jungen Patienten, auch an ein eventuell vorliegendes Problem der Schilddrüse denken und den Patienten oder die Patientin einem Endokrinologen vorstellen.

Wer einen Internisten mit einer bestimmten Fachrichtung sucht, kann sich an den Hausarzt wenden oder sich von der Krankenkasse Adressen von niedergelassenen Internisten geben lassen. Eine weitere Möglichkeit sind die gelben Seiten bzw. das Internet. Viele Internisten haben eine eigene Homepage, auf der sie genau ihr Tätigkeitsfeld bzw. die medizinischen Schwerpunkte erläutern und erklären. Mit einer Überweisung vom Hausarzt kann sich jeder Patient von einem Internisten untersuchen und behandeln lassen.

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