Patientenhilfe zu Arzt, Ärzten und Kliniken
admin
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Impfung
29. Feb
Impfungen für Kinder:
1. Impfung ab dem 3. Lebensmonat
2. Impfung ab dem 4. Lebensmonat
3. Impfung ab dem 5. Lebensmonat
4. Impfung 11. bis 14. Lebensmonat
Jeweils gegen Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Hebatites B, Kinderlähmung und Haemophilus sowie die Grundimmunisierung gegen Pneumokokken
Die Grundimmunisierung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken wird die 1. Impfung im 11. bis 14. Lebensmonat emfohlen. Die 2. Impfung im 15. bis 23. Lebensmonat
Ab dem 12. Lebensmonat wird eine Impfung gegen Meningokokken empfohlen.
5. bis 6. Lebensjahr sollte eine Auffrischungsimpfung gegen Diptherie, Tetanus und Keuchhusen erfolgen
9. bis 17. Lebensjahr sollte eine Auffrischungsimpfung gegen Diptherie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung erfolgen.
Der Kinderarzt ist gesetzlich verpflichtet, Sie vor einer Schutzimpfung verständlich aufzuklären. Jugendliche ohne Begleitung der Erziehungsberechtigten dürfen ab dem 16. Lebensjahr selbst entscheiden, ob sie sich impfen lassen oder nicht.
Nach dem Willen des Gesetzgebers müssen folgende Punkte besprochen sein:
- Gegen welche Krankheit(en) geimpft wird. Die Risiken und Behandlungsmöglichkeiten.
- Welchen Nutzen die Impfung hat − für den Geimpften selbst (also für Sie oder Ihr Kind) und für die Allgemeinheit.
- Welche Art von Impfstoff Ihnen gegeben wird und wie er verabreicht wird.
- Wann Ihr Kind nicht geimpft werden darf
- Welche möglichen Nebenwirkungen und Komplikationen nach einer Impfung auftreten können (z. B. Fieber, ein dicker Arm usw.)
- Wie Sie sich nach der Impfung verhalten sollen
- Ab wann Sie sich auf den Impfschutz verlassen können und wie lange er anhält.
- Ob und wann für Ihr Kind Auffrischimpfungen notwendig werden.
Generell haben Sie immer Anspruch auf ein ausführliches Aufklärungsgespräch mit dem Kinder- und Jungendarzt.
Es gibt auch Eltern, die regelrechte Impfgegner sind. Sie lassen die Kinderkrankheiten auf sich und ihr Kind zukommen, konfrontieren sogar manchmal ihren Nachwuchs mit erkrankten Kindern. Denn damit ist die Tochter oder der Sohn möglicherweise immun gegen diese Krankheit.
Natürlich gibt es keinen 100 %igen Schutz durch eine Impfung. Allerdings hat es sich gezeigt, dass manche Krankheit harmloser verläuft als ohne Impfschutz. Die Entscheidung hierüber müssen die Eltern der Kinder alleine treffen.
Der Kinderarzt
29. Feb
Einen guten Kinderarzt zu finden, ist nicht ganz einfach. Vielfach ist man hier auf die Mund-zu-Mund-Propaganda von erfahrenen Müttern angewiesen, vor allem bei der ersten Elternschaft und bei einem Ortswechsel. Hier sind Krabbel- oder Stillgruppen, Kitas und auch Krankenhäuser die richtigen Ansprechpartner. Sicher wird der erste persönliche Eindruck maßgeblich sein. Wenn es um das eigene Kind geht, ist man in der Regel sehr empfindlich und nervös. Kann der Kinderarzt oder die Kinderärztin jedoch schnell Vertrauen zum Kind und zu den Eltern aufbauen, dann wird in der Regel eine gute und oftmals lange Zeit der Betreuung die Folge sein.
Wichtige Kriterien bei der Kinderarzt-Auswahl:
Seine Praxis sollte gut ausgestattet und nicht allzu weit entfernt von der eigenen Wohnung sein. Er sollte sich Zeit nehmen für das Kind aber auch für die Sorgen der Eltern. Fragen sollte er verständlich beantworten können. Auch mit dem Kind sollte er einen altersgerechten, liebevollen Umgang pflegen. Einem größeren Kind kann er zum Beispiel schon gut erklären, warum es jetzt gleich eine Spritze bekommt. Er sollte dem Kind dabei vor allem die Angst nehmen. Dafür muss er selbst gelassen und souverän sein. Auch ist hier viel Geduld gefragt. Seine Art der Behandlung sollte mit der eigenen Einstellung zu Medikamenten und Impfungen gut übereinstimmen.
Gezielte Fragen können helfen, den richtigen Arzt zu finden:
Wie lang sind die Wartezeiten in der Kinderarztpraxis? Werden Termine auch für Kassenpatienten vergeben? Wird die normale Wartezeit aufgehoben, wenn das Kind eine voraussichtlich ansteckende Krankheit hat und kann man dann direkt ins Behandlungszimmer gehen? Ist die Ausstattung der Praxis freundlich, kindgerecht und sauber? Fühlt sich mein Kind hier wohl?
Und last but not least sollte der nun gewählte Kinderarzt auch die Eltern als “Experten” akzeptieren, denn niemand kennt das Kind besser.
Vorsorgeuntersuchung
29. Feb
Die 11 U Untersuchungen für Kinder:
Um die Entwicklung des Kindes zu kontrollieren, finanzieren die Krankenkassen 11 U Untersuchungen. Dokumentiert werden diese im gelben U-Heft. Die erste wird unmittelbar nach der Geburt des Babys durchgeführt. Dann folgen für das Kleinkind und das größere Kind diese Termine in relativ kurzer Reihenfolge.
Gesetzlich vorgeschrieben sind diese Untersuchungen nicht. Regional gibt es allerdings Unterschiede in der Handhabung und Bewertung.
Vorsorgeuntersuchungen
| U1 direkt nach der Geburt |
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| U2 Drei bis maximal zehn Tage nach der Geburt |
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| U3 Vierte bis sechste Lebenswoche |
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| U4 Dritter bis vierter Lebensmonat |
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| U5 Sechster und siebter Lebensmonat |
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| U6 Zehnter bis zwölfter Lebensmonat |
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| U7 21. bis 24. Lebensmonat |
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| U7a 34. bis 36. Lebensmonat |
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| U8 Dreieinhalb bis vier Lebensjahre |
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| U9 Fünf bis fünfeinhalb Lebensjahre |
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| U10 Sechs bis sieben Jahre |
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| U11 Acht bis neun Jahre |
zusätzlich zu den üblichen kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen für Ihr Kind wird die U11 empfohlen. Die Schwerpunkte:Erkennen und Behandeln von Schulleistungsstörungen, Sozialisations- und Verhaltensstörungen, Zahn-, Mund- und KieferanomalienDiese Untersuchung soll u. a. der Bewegungs- und Sportförderung dienen, den problematischen Umgang mit Suchtmitteln erkennen und verhindern helfen sowie gesundheitsbewusstes Verhalten unterstützen (u.a. Ernährungs-, Bewegungs-, Stress-, Sucht- und Medienberatung). |
| J1 Zwölf bis vierzehn Jahre |
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| J2 Fünfzehn bis siebzehn Jahre |
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Hautarzt
28. Feb
Die menschliche Haut ist eines der größten und wichtigsten Organe des Körpers und besitzt als äußere Hülle des Körperinneren eine Vielzahl an Funktionen wie den Schutz vor negativen Einwirkungen von außen, die Wahrung des inneren Gleichgewichtes, die Ausstrahlung des persönlichen Erscheinungsbildes sowie die Beeinflussung des Stoffwechsels und des Immunsystems. Natürliche Mechanismen der Haut regulieren sowohl innere als auch äußere Veränderungen. Mit beschädigter und ungesunder Haut, die durch äußere Einflüsse oder Krankheiten des inneren Organismus verursacht worden ist oder in Zusammenhang steht beschäftigt sich das medizinische Fachgebiet der „Dermatologie“. Hautärzte behandeln mit verschiedenen Methoden und Therapien eine Vielzahl von Hautkrankheiten, Beschwerden und auch Krankheiten, die mit der Dermatologie in Verbindung stehen.
Behandlung durch den Hautarzt:
In Abhängigkeit der Art einer Hautveränderung und Schwere einer Hauterkrankung wendet der Dermatologe entsprechend unterschiedliche Behandlungsmethoden an. Diese reichen von der Beratung zur Hautpflege, der Verschreibung von Medikamenten und Salben, Hautpeelings, Licht- und Fototherapien, der Einsatz moderner Laser Technologien bis zu ambulanten Operationen und chirurgischen Eingriffen. Im Fall von Hautkrebs werden je nach Krankheitsgrad in der Regel Operationen, Bestrahlungen und Chemotherapien von Dermatologen durchgeführt. Hautärzte führen fachspezifische Vorsorgeuntersuchungen durch und bieten qualifizierte Beratungen sowie Empfehlungen zu entsprechenden Fachspezialisten an. Viele Hautkrankheiten bedürfen einer dauerhaften oder lang anhaltenden medizinischen Behandlung und Therapie durch einen Hautarzt.
Den richtigen Hautarzt finden:
Die Wahl des passenden Hautarztes hängt von der Art der Krankheit oder der Hautbeschwerden ab. Patienten ist es zu empfehlen sich zunächst bewusst zu machen, welche Erwartungen sie an einen Hautarzt oder Fachspezialisten stellen. Ob es sich um ein leichtes bzw. alltägliches Erscheinungsbild der Beschwerden, um eine schwerwiegende Hautkrankheit oder ein spezifisches kompliziertes kosmetisches Hautproblem handelt, kann ausschlaggebend für den richtigen Ansprechpartner sein. Sehr viele Dermatologen sind nicht nur allgemein, sondern auch gebietsübergreifend spezialisiert oder bilden eine Gemeinschaftspraxis mit zusammenhängenden Fachspezialisten der Dermatologie. Oftmals bieten verschiedene Hautärzte unterschiedliche Behandlungsmethoden für eine Erkrankung an. In diesem Fall ist es zu empfehlen sich genauestens zu informieren und beraten zu lassen. Zum Zweiten sollten sich Patienten bei Ihrem Hautarzt gut aufgehoben fühlen, anstatt auf lang gelegte Termine zu warten, in der Praxis schnell abgefertigt oder nicht ausreichend bzw. fehlerhaft versorgt zu werden. Aufgrund des medizinischen Fortschritts an Technologien, Materialien und Behandlungsmöglichkeiten werden von sehr vielen Dermatologen spezielle Therapien und Heilungsverfahren der jeweiligen Problematik angeboten. Kompetente und qualifizierte Dermatologen sowie Beratungen finden Patienten in Facharztpraxen, Kliniken, Universitätskliniken oder auch in medizinisch dermatologischen Instituten.
Hauterkrankungen
28. Feb
Behandelnde Krankheiten, Beschwerden und Teilgebiete eines Hautarztes:
Unter einer Vielzahl von Hautkrankheiten, die von Hautärzten behandelt werden, gehören zu den häufigsten die Akne, der Nesselausschlag, die Neurodermitis und auch der Hautkrebs. Als Ursache, Folge oder auch Nebenwirkung zählen zu schädlichen Hautveränderungen (Effloreszenzen) verschiedene Arten von Flecken, Knötchen, Pickel, Eiterknötchen, Bläschen, Mitesser, Quaddeln, Zysten, Knoten, Plaque, Krusten, Risse, Hautschuppen oder auch Geschwüre (Ulcus). Ein Hautarzt behandelt auch angrenzende Spezialgebiete wie die „Venerologie“ im Bereich Geschlechtskrankheiten z.B. Syphilis sowie die „Phlebologie“ und „Angiologie“ auf dem Gebiet der Gefäßerkrankungen, da verschiedene Symptome und Auswirkungen die Haut beeinflussen. Der Dermatologe behandelt zudem auch Hauttumore (Dermatoonkologie), Krankheiten der Hautanhangsgebilde wie Haare, Nägel und Drüsen, Beschwerden der Übergangsschleimhäute sowie Allergien (Allergologie).
Sehr viele Hautärzte bieten auch Behandlungen auf dem Gebiet der kosmetischen Dermatologie an. Mithilfe einer fachkompetenten Beratung und modernen Technologien sowie medizinisch wissenschaftlichen Fortschritten unterstützen Hautärzte Patienten zum Beispiel durch das Bleichen von Pigmenten, Behandlung von Cellulitis, Aufpolsterung von Falten, Entfernung von Milien (Zysten), Krampfadernverödung, Besenreiserentfernung, operative Korrektur von Narben sowie weitere Schönheitsbehandlungen der Haut für ein gesundes und attraktives Erscheinungsbild. Im Bereich der Trichologie behandeln Hautärzte der kosmetischen Dermatologie spezielle Krankheiten der Kopfhaut, den Haaren und den Haarwurzeln.
Chirurgie
28. Feb
Die Chirurgie ist ein Eingriff in den menschlichen Körper zum Heilen von Krankheiten oder Verletzungen, wo Schneidewerkzeuge zur Anwendung kommen.
Chirurgie in der Steinzeit
Die ersten Beweise für chirurgische Eingriffe gehen bis in die Steinzeit zurück. An Skeletten wurde festgestellt, dass Beine amputiert wurden und Operationen am offenen Schädel durchgeführt wurden. Die Knochenstrukturen bewiesen, dass die damaligen Menschen den Eingriff überlebt haben und erst Jahre später verstarben.
Behandlungen im alten Rom
Auch im alten Rom wurden chirurgische Eingriffe mit sehr hoher Präzision ausgeführt. Die Versorgung kam weder den Sklaven oder dem einfachen Volk zugute. Nur die herrschende Klasse und die Gladiatoren bekamen eine fachgerechte medizinische Versorgung. Besonders die damaligen Kämpfer wurden bei ihren Kämpfen häufig schwer verletzt. So ein Gladiator war viel zu wertvoll, um ihn unbehandelt sterben zu lassen. In die Ausbildung eines guten Kämpfers wurde viel Geld investiert und dauerte über Jahre. In einem eigens dafür eingerichteten Krankenhaus wurden chirurgische Behandlungen mit sehr präzise ausgeführt. Die Behandlungsräume und Zimmer zur Genesung waren streng getrennt, um die Übertragungswege von Krankheiten zu erschweren. Die Räumlichkeiten für die Operationen waren immer der Sonnenseite zugewandt, denn dadurch konnte das Tageslicht besonders lange genutzt werden.
Kinderchirurgie
Heutzutage hat sich die Chirurgie so weit entwickelt, dass es verschiedene Spezialgebiete gibt. Eine besondere Herausforderung ist die Kinderchirurgie. Hier handelt es nicht um erwachsene Menschen in Miniformat, sondern es bedarf einer speziellen medizinischen Versorgung. Der Facharzt für Kinderchirurgie ist eine eigene Spezialrichtung der Medizin und bedarf einer besonderen Ausbildung. Die Kinderchirurgen behandeln beim Kind alle Krankheiten, welche in ihre Disziplin hereinfallen. So sind umfangreiche Kenntnisse des kleinen Körpers notwendig, um die Symptome zu erkennen. Viele der kleinen Patienten können noch gar nicht sagen, wo die Schmerzen am Körper auftreten und mit welcher Intensität sie sich bemerkbar machen. Dies alles muss der Facharzt durch diagnostische Maßnahmen herausfinden, um die richtige chirurgische Operation ausführen zu können.
Der beste Arzt
Wer einen guten Operateur für einen Eingriff haben möchte, sollte sich nach Referenzen erkundigen, im Internet recherchieren oder bei der Ärztekammer nachfragen. Auf gar keinen Fall sollte auf besondere blumige Werbeversprechen hereingefallen werden, wo tolle medizinische Ergebnisse für wenig Geld versprochen werden.
Geschützter Begriff
Der Leser sollte an dieser Stelle unbedingt wissen, dass der Begriff Schönheitschirurg oder kosmetischer Chirurg gesetzlich nicht geschützt ist. Auch ein Zahnarzt kann sich als Schönheitschirurg betätigen, wenn er sich einige Kenntnisse angeeignet hat.. Nur die Bezeichnung plastischer Chirurg ist geschützt und der betreffende Mediziner musste eine spezielle Ausbildung absolvieren und eine Prüfung ablegen. Diese gedankliche Anregung soll den Leuten bei der Auswahl des richtigen Arztes etwas helfen, wenn es um die eigene Schönheit geht.
Schönheit
28. Feb
Neben der medizinischen Versorgung hat sich in den letzten Jahren sehr stark die plastische Chirurgie entwickelt. Es werden nicht nur unschöne Narben nach einer Operation beseitigt, sondern es sollen Eingriffe vorgenommen werden, um körperliche Defizite auszugleichen. Sehr häufig möchten die Frauen eine Vergrößerung der Brust haben und recherchieren nach dem besten Arzt. Mediziner, welche mit großen Preisnachlässen für eine OP im eigen Haus werben, kann bestimmt nicht der Beste seiner Zunft sein. Auch das eingesetzte Brustimplantat sollte dicht von der billigsten Sorte sein. Frauen, welche sich auf diesem Gebiet wie in einen Supermarkt nach der günstigsten Lösung umsehen, zahlen am Ende drauf. Der letzte Skandal mit gepanschten Implantaten beweist das Verhältnis zwischen Preis und Leistung.
Psychologie
28. Feb
Die Psychologie ist die Wissenschaft vom menschlichen Verhalten, Erkennen und Empfinden. Klinische Psychologie beschäftigt sich dabei speziell mit den geistigen und seelischen Störungen, Leiden und Erkrankungen.
Psychologie – Wissenschaft an der Grenze zwischen Körper und Geist
Die Psychologie ist einerseits eine Geisteswissenschaft – viele ihrer Theorien sind durch Eindenken und Einfühlen in das menschliche Erleben entstanden und nicht zweifelsfrei verifizierbar. Ihr Gegenstand, die menschliche Psyche, ist zu komplex, um auch nur annähernd vollständig verstanden zu werden. Andererseits begreift sich gerade die moderne Psychologie als exakte Naturwissenschaft. Sie sucht sich ihrem Gegenstand mit wissenschaftlicher Präzision durch Beobachtung, Experiment und Statistik zu nähern.
Die Psychologie muss mit einem komplizierten Dualismus zurechtkommen. Einerseits hat das Gehirn offensichtlich biologische Grundlagen. Hier sind Nervenzellen miteinander verschaltet, deren Funktionsweise grundsätzlich verstehbar und zu größeren Teilen bereits verstanden ist. Psychische Leiden werden häufig durch Medikamente gelindert, die auf dieser chemisch-biologischen Ebene in die Mechanismen des Gehirns eingreifen.
Auch ist heute die Überzeugung verbreitet, dass es eine erbliche Veranlagung für viele psychische Leiden gibt, ihre Ursache also letztlich in den Genen zu finden ist.
Andererseits ist unbestritten, dass psychische Störungen oft mit der persönlichen Geschichte eines Menschen zusammenhängen. Sie lassen sich behandeln und häufig beheben, indem man dem Leidenden ermöglicht, seinen Werdegang aufzuarbeiten, zu verstehen und in Teilen mit neuen Erlebnissen zu überschreiben.
Nichtmaterielle Ereignisse verändern also offenbar die Materie des Gehirns, und materielle Einwirkungen auf das Gehirn bringen nichtmaterielle Ergebnisse in der menschlichen Psyche hervor. Inmitten dieser komplizierten Zusammenhänge steht die Psychologie.
Hilfe bei psychischen Leiden
Jede Zeit hat ihre charakteristischen Leiden, die das Erleben und Empfinden vieler Menschen beeinträchtigen. Heute sind das in erster Linie Depression, Burn Out, Angststörung und Suchterkrankungen. Leiden Sie an Depressionen oder Angst, fühlen sich ausgebrannt oder kommen von einer Abhängigkeit nicht los, scheuen Sie sich nicht, Beratung und Hilfe zu suchen. Einen Termin mit einem Psychotherapeuten ihrer Wahl können Sie direkt oder mit einer Überweisung vom Hausarzt vereinbaren. Weiterhin bieten unabhängige Vereine, kirchliche Organisationen wie die Caritas und die sozialpsychiatrischen Dienste der Gesundheitsämter Beratung bei psychischen Beschwerden an.
Psychologe
28. Feb
Nach landläufiger Auffassung ist ein Psychologe jemand, der Psychologie studiert hat und nun psychisch Leidende betreut. Diese Arbeit obliegt aber tatsächlich überwiegend Psychotherapeuten. Auf dem Gebiet der Psychotherapie arbeiten in Deutschland nicht nur Psychologen, sondern auch Mediziner und Heilpraktiker.
Der Abschluss eines Psychologiestudiums allein berechtigt noch nicht zur psychotherapeutischen Arbeit. Erst durch eine mehrjährige Zusatzausbildung erwirbt sich ein Psychologe die Kompetenz, als Psychologischer Psychotherapeut Menschen mit psychischen Störungen zu behandeln. Dabei kann er eine oder mehrere Therapievarianten anbieten. Die in Deutschland staatlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren sind Psychoanalyse, Tiefenpsychologie, Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie und Systemische Therapie. Medikamente verordnet ein psychologischer Psychotherapeut nicht.